Poetry of colour

Poe­try of colour

16

Nov 17

Novem­ber 16, 2017

VIOLETT I NOVEMBER

von Chris­ti­ne Dah­ren­dorf /

Aqua Aqua­rell 2016 0,42x0,29

VIOLETT

Vio­­lett- Abstieg in die Asche

Vio­lett ist ein stän­di­ger Wech­sel zwi­schen dem drän­gen­den Wol­len des Roten und der ruhi­gen Emp­find­sam­keit des Blau. Die Küh­le des Blaus und die Wär­me des Roten mischt sich zu dem fei­er­li­chen, erns­ten Vio­lett. Die lang­sam her­ab­sin­ken­de Bewe­gung des Vio­let­ten bringt uns jen­seits der Schwel­le. Der Abstieg führt uns mal ehr­fürch­tig erschau­ernd, mal fas­zi­niert in eine mythisch- mys­ti­sche Welt der Magie und Zau­be­rei, des Hades und des Todes. Im Vio­lett ist wenig Licht dar­in, es ist nur einen Schritt von der Fins­ter­nis ent­fernt.

Für wei­se Frau­en und Mys­ti­ker

30

Okt 17

Okto­ber 30, 2017

ROTVIOLETT II Oktober

von Chris­ti­ne Dah­ren­dorf /

Aqua Aqua­rell 2014 0,42x0,29

Von der roten Zora zur Pur­pur­frau

Über 40 Jah­re Respon­si­ble Inno­va­ti­on und Trans­for­ma­ti­on mit­tels Schön­heit und Ethik

Für anspruchs­vol­le, spi­ri­tu­el­le Querdenker*Innen schaf­fe ich “Poe­try of Colour, Bil­dima­gi­na­tio­nen für das posi­ti­ve Zukunfts­feld”, da ich aus eige­ner Erfah­rung davon über­zeugt bin, dass ech­te Schön­heit uns heilt.

Eigent­lich wuss­te ich schon mit 5 Jah­ren, dass ich Ärz­tin wer­den will, schließ­lich war nicht nur der Kopf­schmerz mei­ner Mut­ter schnell ver­schwun­den, wenn ich ihr mit mei­ner son­ni­gen Ruhe die Hand auflegte…doch dann kam alles ganz anders…

Para­de du Cir­que

Mehr­fach in mei­nem Leben habe ich Gren­zen und eige­ne Begren­zun­gen über­schrit­ten und durch mein Kunst­schaf­fen mich und mein Poten­ti­al ent­fal­tet. So kam ich einer­seits aus einem Eltern­haus, in dem mei­ne Mut­ter mei­ne bei­den Brü­der und mich allein­er­zie­hend mit einem Ange­stell­ten­job, spä­ter als Pio­nie­rin in der Öko­mo­de­bran­che ernähr­te. Denn mein Vater, erfolg­reich als Pro­gram­mie­rer erkrank­te plötz­lich chro­nisch schwer. Ander­seits habe ich, als schüch­ter­nes Mäd­chen schon mit 15 Jah­ren ein Thea­ter­spiel geschrie­ben, den Clown Jero­mi­ni gespielt, der die schö­ne See­le, Anna­bel­la aus den Fän­gen des Magi­ers Magni­fi­zi­kus befrei­en will und dafür in die Frem­de zieht. “Para­de du Cir­que” wur­de mit Freun­den so erfolg­reich auf die Büh­ne gebracht, dass das Publi­kum uns im bis zum Büh­nen­rand über­füll­ten Saal am Ende in Begeis­te­rungs­stür­men mit Rosen bewarf.

Wer ist Anti­go­ne wirk­lich?

Es war ein schmerz­li­cher und manch­mal gran­dio­ser Häu­tungs­pro­zess, als Künst­le­rin mei­ne wah­re Bestim­mung zu ent­fal­ten. Erst heu­te gibt es Erkennt­nis­se über Viel­be­ga­bung und dass mein “Gesamt­künst­ler­sein” für mich nor­mal ist. Wäh­rend mei­nes Schau­spiel­stu­di­ums pass­te ich in kei­ne Schub­la­de, trotz all­seits attes­tier­ter schau­spie­le­ri­sche Hoch­be­ga­bung, die sogar mäze­na­tisch geför­dert wur­de: Als Schau­spie­le­rin kann­te sie mich zu gut mit Regie aus, als Regis­seu­rin konn­te ich sofort zum Schau­spie­len oder Tanz­per­for­mance umwech­seln, Büh­­nen- und Kos­tüm­ge­stal­tung, wie Beleuch­tungs­de­sign gehör­te glei­cher­ma­ßen dazu sowie Pro­jekt­ma­nage­ment. All dies hat­te ich schon mit 18 Jah­ren u.a. mit einer avant­gar­dis­ti­schen Insze­nie­rung von Anti­go­ne von Anouilh bewie­sen und selbst damals für selbst­ver­ständ­lich gehal­ten. Aber was war mein Kern mit all mei­nen Talen­ten und Inter­es­sen?

Aschen­put­tel geht spie­len

So muss­te ich durch die Schu­le des Lebens ler­nen mei­nem inne­ren Reich­tum zu ver­trau­en und ihn zu wert­schät­zen. Aus der glän­zen­den Schau­spiel­kar­rie­re, fand ich mich plötz­lich Aschen­put­tel mäßig beim Kar­tof­fel­ver­kauf in einen Bio­la­den kata­pul­tiert und in einer Kul­tur­er­zie­her­aus­bil­dung, weil mir dies Hei­mat gab, die mir durch zu vie­le unter­fi­nan­zier­te Schau­spiel­pro­duk­tio­nen und Exis­tenz­not ent­zo­gen gewe­sen war. Die Frei­heit des Kin­des im Spiel, wie Schil­ler es in den ästhe­ti­schen Brie­fen dar­legt, das sich als Künst­ler ent­fal­tet, wenn dies ein lie­be­voll getra­ge­ner Raum und Anre­gung bie­tet, war so der nächs­te Lehr­meis­ter.

Dorn­rös­chen baut ein Schloss

Das Zwei­­frau-Pup­­pen­­the­a­­ter­­spiel “Dorn­rös­chen “, dass ich auf öffent­li­chen Plät­zen spiel­te, um die Men­schen für die Ein­fach­heit des Schö­nen zu begeis­tern, beglei­te­te mich nach Mar­burg. Für mei­ne zwei Kin­der gestal­te­te ich alles, von innen und außen, Haus, Gar­ten, Möbel, Klei­dung, Pup­pen, Spiel­zeug, Deko was zu einem künst­le­ri­schen, öko­lo­gi­schen Skan­di­na­vi­en — Style- Bul­­ler­bü- Traum gehört.

Gleich­zei­tig ging ich in die­ser roman­ti­schen Idyl­le, von der Lie­be mei­nes Man­nes und mei­ner jun­gen Fami­lie gestärkt, durch den größ­ten inne­ren Häu­tungs­pro­zess mei­nes Lebens um tie­fer zu tau­chen, ob ich woll­te oder nicht. Die ver­dräng­te Ver­letzt­heit des miss­ach­te­ten Weib­li­chen und Spi­ri­tu­el­len in unse­rer Gesell­schaft traf mich auf meh­re­ren Ebe­nen. Die Tabui­sie­rung und Stig­ma­ti­sie­rung von see­li­schen Häu­tungs­pha­sen, die Aus­gren­zung femi­nis­ti­scher Freun­din­nen, wegen der frei­wil­li­gen Wahl der sog. “Nur-Mut­­ter-und Haus­frau­en­rol­le”, das Fremd­sein unter tra­di­ti­ons­be­wuss­ten Mar­bur­gern und die Trau­ma­ta mei­ner wech­sel­vol­len Her­kunfts­fa­mi­li­en, die im Krieg nicht nur Hab und Gut, son­dern ihre Liebs­ten im Feu­er­brand von Ham­burg ver­lo­ren hat­ten, muss­te ich hin­ter mir las­sen. Das größ­te Hin­der­nis aber war, sich mit allen Kon­se­quen­zen zu mei­nem Künst­ler­sein zu beken­nen. Ich ent­schied mich für das Schwers­te, die Male­rei. Gab es nicht schon Mas­sen von brot­lo­sen Maler*innen und Hobbymaler*innen in die­sem schon fast anti­ken Beruf zu Zei­ten der Digi­ta­li­sie­rung?

Die zin­no­ber­ro­te Zora wird Male­rin

Mutig stürz­te ich mich nach mei­ner ers­ten geför­der­ten Ein­zel­aus­stel­lung in Chi­na in mein nächs­tes gro­ßes Aben­teu­er: Mit gro­ßer Begeis­te­rung reno­vier­te, grün­de­te und ent­wi­ckel­te ich 12 Jah­re im Dach­stock des his­to­ri­schen Schwan­hofs den “Frei­raum für Ideen”,einen groß­zü­gi­gen und frei­en Ate­lier ‑und Ausstellungsort“SchwanhofAteliers“und eine pri­va­te Mal­schu­le “Kunst­ta­len­te” im tra­di­ti­ons­rei­chen Städt­chen Mar­burg. Hier wur­de mei­ne Bild­spra­che durch die mär­chen­durch­tränk­te Land­schaft inspi­riert und einem ste­tig wach­sen­den Kreis von Kunstexpert*innen und-Sam­m­­lern prä­sen­tiert und ver­kauft. Gleich­zei­tig bestärk­te ich jun­ge und älte­re Talen­te als Kunst­coach und Dozen­tin, ihr ver­bor­ge­nes Poten­ti­al zu ent­fal­ten, wodurch die­se nun selbst künst­le­risch erfolg­reich ihren Weg gehen.

Seit kur­zem habe ich den mit Herz­blut geschaf­fe­nen “Frei­raum für Ide­en” an ver­ant­wor­tungs­vol­le Kol­le­gen wei­ter gege­ben, um mei­ne Mis­si­on “Poe­try of Colour, Bil­dima­gi­na­ti­on für ein posi­ti­ves Zukunfts­feld ” in die Öffent­lich­keit zu tra­gen und offen zu sein für alles Neue, was auf mich zukommt. Wie es mir gelingt mei­ne ver­schie­de­nen Talen­te und Ansprü­che unter einen Hut zu brin­gen, ist die noch zu errin­gen­de Meis­ter­schaft und das Geheim­nis einer Pur­pur­frau.

Für Schön­heit begabt

Poe­try of Colour” ist inspi­riert aus einer Quel­le, mit der ich schon immer ver­bun­den bin: Den Far­ben! Auch wenn ich mich erst am Anfang ste­hend emp­fin­de, ihre Potenz zu erfas­sen, sind sie mir ein zen­tra­les Anlie­gen: “Wenn Far­be beim Malen Ver­ständ­nis und Lie­be ent­ge­gen­ge­bracht wird, erhält sich ihre inne lie­gen­de Kraft und Wirk­sam­keit. Dann leuch­tet das Bild aus sich her­aus.” Als ich das ent­deckt hat­te, beschloss ich mei­ne sehr erfolg­rei­che far­bi­ge Papier­se­rie im Leucht­rah­men nicht wei­ter zu kre­ieren, dort hat­te sich die tech­ni­sche Leucht­rah­men­prä­sen­ta­ti­on zu sehr in den Vor­der­grund gedrängt.

Das Schnee­glut­kleid wird eine Per­le

Nach einer eben­so erfolg­rei­chen Pha­se der lyri­schen, land­schaft­li­chen Farb­abs­trak­ti­on und Klei­der­bil­dern, wie Perl­entrop­fen­kleid, Schnee­glut­kleid ent­wi­ckel­te ich mich zum rei­nen Farb­bild, um hier die Selbst­wirk­sam­keit der Far­be am direk­tes­ten zu offen­ba­ren. Im Betrach­ter erzeugt das auf einer höhe­ren Ebe­ne Reso­nanz, die über jedes just for fun- und Hob­by­ma­le­rei, intel­lek­tua­lis­ti­schen und rea­lis­ti­schem Aus­druck hin­aus geht, ja sich dem sogar ent­zieht. Im rei­nen Farb­bild fällt Inhalt und Abbil­dung zusam­men und ist dadurch anspruchs­voll ener­ge­tisch kom­pri­miert. Dies erfor­dert vom Bild­be­trach­ter Bereit­schaft mit Muse zu sehen, wenn er erkennt­nis­mä­ßig mehr dar­aus zie­hen will. Hier kann er sei­ne Vor­stel­lung über Far­ben und dadurch sein inne­res Poten­ti­al erle­bend erwei­tern. Im Betrach­ten des Bil­des begeg­net er der Essenz der Far­be und dadurch ihrer innen­lie­gen­den Urkraft, denn die Maler­per­sön­lich­keit tritt bewusst in den Hin­ter­grund.

Es ist aus all dem deut­lich, dass eine sol­cher Art gewon­ne­ne Bild­welt kost­bar ist, da es aus dem Leben her­aus­fließt und ste­tig wie eine Per­le in der Muschel ent­steht.

Wer hat Muse für Schön­heit?

Wie häu­fig begeg­nen Ihnen Bil­der, die Sie wirk­lich aus ech­tem Her­zen berüh­ren und bei deren Betrach­tung Sie sich Ruhe und ein Sofa wün­schen, um die Bild­wir­kung mit Andacht zu genie­ßen? Ein­schrän­kend muss hin­zu­fügt wer­den, dass nur der vor­ur­teils­freie Betrach­ter genie­ßen kann. Bekann­ter­ma­ßen sind wir ja die Gefan­ge­nen unse­rer gewohn­heits­mä­ßi­gen Wahr­neh­mung. Dies ist wohl ein Grund von meh­re­ren, war­um vie­le Künstler*Innen in den letz­ten 70 Jah­ren auf Pro­vo­ka­ti­on aus Por­no­gra­phie, Gewalt und Häss­lich­keit set­zen, um den Betrach­ter sofort mit aller Gewalt aus sei­ner Spie­ßer­rol­le zu rei­ßen.

Dage­gen bin ich mit ande­ren Gleich­ge­sinn­ten dem viel schwe­re­ren Weg gefolgt, um direkt mit Schön­heit zu wir­ken. Indem ich dar­auf hin­ar­bei­te, Ver­trau­en zu gewin­nen, erar­bei­te ich mir mei­ne Wert­schät­zung durch Kon­se­quenz und Per­spek­ti­ven­wech­sel.

Und weil mir im Schaf­fen die Schön­heit schon immer ein­fach zufliegt und viel­leicht weil ich ande­rer­seits bereit war, in die Tie­fen des Daseins abzu­stei­gen, wirkt die durch mich geflos­se­ne Schön­heit wahr. Seit lan­gem beob­ach­te ich, dass es nach mei­nem Emp­fin­den nicht nur in der aktu­el­len Kunst­sze­ne gera­de­zu ein Dik­tat gibt, einer­seits eine gera­de­zu ver­stö­ren­de Häss­lich­keit und ande­rer­seits deko­ra­tiv per­fek­te oder sogar ver­kitsch­te Bil­der zu ver­herr­li­chen und gäh­nen­de Lee­re als bedeu­tungs­voll zu dekla­rie­ren. Ich habe mich bewusst ent­schlos­sen, dar­auf zu ach­ten, und dies zu mei­nem Maß­stab zu machen, wel­che Wir­kung ein Kunst­werk kurz und lang­fris­tig initi­iert. Ich gehe davon aus, dass wir alle für ech­te Schön­heit begabt sind, die uns wie ein Kind stau­nen lässt und die unser Leben reich und herr­lich macht.

Mein Cre­do lau­tet: Wäh­le Bil­dima­gi­na­tio­nen, die Dein Poten­ti­al spie­geln, denn dies ist Dein Zukunfts­feld.

 

 

 

 

12

Okt 17

Okto­ber 12, 2017

ROTVIOLETT I Oktober

von Chris­ti­ne Dah­ren­dorf /

Aqua Aqua­rell 2014 0,42x0,29

Rot­vio­lett 

Glü­hen­der Schein im Raum

Rot­vio­lett ist eine Mischung aus Pur­pur und Vio­lett, wobei der rote Farb­ton­an­teil noch über­wiegt. Das Röt­li­che tritt uns ent­ge­gen, wäh­rend das Bläu­li­che zurück­weicht. Ein Glü­hen, nicht sprü­hend oder flam­mend und eine bläu­li­che Wei­te klin­gen zusam­men. Die Bläue kühlt die Wär­me des Roten ab, die Röte erfüllt den Raum.

 

 

 

 

 

12

Okt 17

Okto­ber 12, 2017

PURPUR II September

von Chris­ti­ne Dah­ren­dorf /

Aqua 14, 2014, Aqua­rell auf Papier / Water­co­lor on Paper, 0,29x0,42

Pur­pur

Die Essenz der Sinn­lich­keit

Die Far­be Pur­pur taucht im ers­ten mor­gend­li­chen Licht­strahl auf, wenn die Son­ne auf­geht. Wenn man auf dem Schiff erwacht und den Son­nen­auf­gang am Hori­zont beob­ach­tet, kann man die­ses Schau­spiel beob­ach­ten. Es ist ein inten­si­ves Auf­leuch­ten, das am Hori­zont auf­taucht und dann sogar eini­ge Minu­ten dort zu sehen ist. Die Far­be ist im Saum der Dun­kel­heit und man sieht, dass Far­be immer einen Bewe­gungs­mo­ment zwi­schen Licht und Fins­ter­nis zeigt. Das pur­pur­ne Leuch­ten ist so präch­tig, dass man wirk­lich staunt über die magi­sche Schön­heit.

 

 

22

Sep 17

Sep­tem­ber 22, 2017

PUPUR I September

von Chris­ti­ne Dah­ren­dorf /

 

Aqua, Aqua­rell 2014, 040x0,29

PURPUR

Pur­pur- der könig­li­che Mar­ken­stil der
“Neu­en Avant­gar­de”

Das König­tum besteht heu­te in der Meis­ter­schaft der geleb­ten Ver­bin­dung aus Him­mel und Erde. Die­je­ni­gen unter uns, die sich beru­fen füh­len und denen es steht, Pur­pur zu tra­gen, üben sich dar­in, ihre inne­ren und äuße­ren Lebens­wel­ten meis­ter­lich zu ver­bin­den. Die Fül­le des rei­chen Innen­le­bens, wird erkennt­nis­mä­ßig durch­drun­gen, um dies als rei­fe Früch­te auf der öffent­li­chen Büh­ne des Lebens mit ande­ren zu genie­ßen, fei­er­lich zu tei­len und zu prä­sen­tie­ren. Natür­lich gehört dazu auch die Meis­ter­schaft könig­lich zu leben, sich stil­voll zu klei­den (anneli-eick.com), der mate­ri­el­le Besitz, denn hier zählt: Weni­ger ist mehr, aber davon nur das Bes­te!

Für Pur­pur­frau­en und edle Herr­scher

31

Aug 17

August 31, 2017

KARMIN II August

von Chris­ti­ne Dah­ren­dorf /

Aqua, Aqua­rell 2014, 0,40x0,29

KARMIN

Kar­­min­rot- Edler Glanz

Das Kar­min­rot hat etwas kost­ba­res und chan­giert schon stark zu Pur­pur­rot, obwohl es sich mit Pig­men­ten leicht unter­schei­den lässt. Solan­ge die Farb­qua­li­tät nicht zu dun­kel ist, hat sie eine das Herz “ernäh­ren­de” Wär­me, die wir auch in der ech­ten Nächs­ten­lie­be so emp­fin­den. Als eine vor dem Licht gebil­de­te Far­be, ten­diert sie in ihrer Eigen­be­we­gung zu einer Ver­dich­tung in der Mit­te. Auf die­sem Bild spie­len alle 3 Rot­tö­ne chan­gie­rend  inein­an­der: Zin­no­ber, Kar­min und Pur­pur. Der letz­te Glanz am Him­mel, wenn die Son­ne unter­ge­gan­gen ist, trägt oft die­sen Farb­ton in sich.

25

Aug 17

August 25, 2017

KARMIN I August

von Chris­ti­ne Dah­ren­dorf /

Aqua Aqua­rell 2014 0,42x0,29

KARMIN

Kar­­min-  die Lie­be zum Mit­men­schen

Kar­min ist die ande­re Sei­te der Rot­qua­li­tät. Wenn Zin­no­ber­rot dem Feu­er, dem arte­ri­el­len Blut, dem Angriff,dem Eros/Sex ver­wandt ist, ent­spricht Kar­min dem ste­ti­gen Leuch­ten einer emp­fun­de­nen Wär­me. Hier ist Macht im Sein, das sich nicht auf­drängt. Das kar­min­ro­te Schei­nen ist dem Emp­fin­den der Demut sehr nahe, die wir vor­schnell heu­te als macht­los inter­pre­tie­ren. Der Jün­ger Johan­nes, der Chris­tus so nahe war, dass er an sei­ner Brust lie­gend dar­ge­stellt wird, reprä­sen­tiert für mich die­se demü­ti­ge Stär­ke, der  Aga­pe. Etwas, das grö­ßer und stär­ker ist als unse­re ego­is­ti­sche Lie­be, liegt in der ech­ten, zuge­wand­ten Mit­mensch­lich­keit.

Für Freun­de und Herz­men­schen

 

28

Jul 17

Juli 28, 2017

ZINNOBER II Juli

von Chris­ti­ne Dah­ren­dorf /

Aqua, Aqua­rell 2014 0,42xo,29

ZINNOBER 

Zin­no­ber — feu­ri­ge Erde

In den glü­hen­den Koh­len, der Scham­rö­te, dem Fie­ber und dem Son­nen­brand, wenn die Hit­ze des Son­ne nach­träg­lich auf der Haut brennt, sehen und füh­len wir die hei­ße Ener­gie der zin­no­ber­ro­ten Far­be. Das ursprüng­li­che Pig­ment stammt aus dem häu­fig vor­kom­men­den Mine­ral Cin­na­ba­rit und ist über­all auf der Welt an Bruch­kan­ten um Schlo­te von Vul­ka­nen und hei­ßen Quel­len zu fin­den. Zin­no­ber in der Male­rei wur­de für Maria Mag­da­le­na  ein­ge­setzt, dem Gewand einer Ver­füh­re­rin und Sün­de­rin. Die Redens­art: “Mach nicht so einen Zinnober”-also so einen unnö­ti­gen Auf­stand, ken­nen wir, wenn Ener­gie­bün­del die Ner­ven stra­pa­zie­ren.

Für Ama­zo­nen und Revo­lu­tio­nä­re

14

Jul 17

Juli 14, 2017

ZINNOBER I Juli

von Chris­ti­ne Dah­ren­dorf /

ZINNOBER  

Zin­­no­ber­rot- hei­li­ger Zorn

Als Jugend­li­che las ich mit gro­ßer Begeis­te­rung  die Geschich­te der “Roten Zora” von Kurt Held. Sie war eine lei­den­schaft­li­che Kämp­fe­rin für das freie, selbst­be­stimm­te Leben, weil sie, wie ihre Ban­de, ihr Zuhau­se ver­lo­ren hat­te und sich die­se Daseins­be­rech­ti­gung neu errang. Zin­no­ber erle­ben wir als Gefühls­qua­li­tät beim hei­li­gen Zorn, der uns ergreift, wenn wir eine him­mel­schrei­en­de Unge­rech­tig­keit erle­ben. Zin­no­ber hat eine sehr dich­te, mate­ri­el­le Farb­qua­li­tät und ist als psy­cho­lo­gi­sches Macht­mit­tel so aktiv und stark wirk­sam, dass sie grund­sätz­lich im Mar­ke­ting zum Ein­satz kommt, wenn gedroht , eine rote Linie gezo­gen , vor Gefahr gewarnt und eine Revo­lu­ti­on initi­iert wird. Es ist die Far­be des zin­no­ber­ro­ten Klatsch­mohns, der in zau­ber­haf­ten Farb­tup­fen aus den grü­nen Wie­sen leuch­tet, die Glücks­far­be der Chi­ne­sen. Für Euro­pä­er ist Zin­no­ber die kämp­fe­ri­sche For­de­rung nach Gerech­tig­keit und in Maßen in Bil­dern ein­ge­setzt, ein Augen­schmauß.

2

Jul 17

Juli 2, 2017

ORANGE II Juni

von Chris­ti­ne Dah­ren­dorf /

Aqua Aqua­rell 2014 0,42x0,29

Oran­ge

Oran­ge- schwin­ge dei­ne Hüf­ten

Wenn die Far­be oran­ge auf­taucht besteht ein Gleich­ge­wicht zwi­schen Licht und Fins­ter­nis. Das gerad­li­nig strah­len­de Licht bestrahlt eine beweg­te Fins­ter­nis, eine Trü­bung. Die­se Ein­trü­bung erle­ben wir z.B. beim Son­nen­un­ter­gang, wenn Dunst­schlei­er zwi­schen uns und der Son­ne zur Ver­­­dun­­ke­­lung- als Rötung sicht­bar ‑füh­ren. Des­halb gibt es Far­ben vor dem Licht, also z.B. Oran­ge, weil es dadurch erscheint, dass das glei­ßen­de Licht nicht gera­de­wegs  zu uns durch­strahlt. Im Oran­ge ist die Kraft des Lich­tes und die beweg­te Fins­ter­nis (Trü­bung) gleich stark.

Die Hüf­ten zu schwin­gen akti­viert das Sakralcha­kra.Es ist für über­sinn­lich wahr­neh­men­de Men­schen ein Ener­gie­wir­bel­zen­trum des mensch­li­chen Kör­pers, das in der Far­be Oran­ge leuch­tet.